Den Kreislauf schließen

Recyclingfähige Rezepturen, der Einsatz globaler Identifikationsnummern, standardisierte Datenformate und der Aufbau einer stabilen Serverstruktur: R-Cycle schafft die Grundlagen für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft.

Seit rund zweieinhalb Jahren werden die Entwicklungsarbeiten zur Rückverfolgbarkeit von Folienrezepturen vorangetrieben. Erste Zwischenergebnisse wurden bereits auf der Kunststoffmesse K 2019 dem Fachpublikum vorgestellt – mit positiver Resonanz und zahlreichen Anregungen für neue Pilotprojekte.

Seitdem konnten große Fortschritte erzielt werden. R-Cycle verfügt schon heute über die Fähigkeit, alle recyclingrelevanten Informationen während der Produktion von Verpackungsfolien digital abzubilden und die gesammelten Informationen zur Verfügung zu stellen. Hierbei werden alle relevanten Parameter automatisiert über ein IoT-Gateway in die Datenbank eingetragen, Verpackungen eindeutig markiert und mit global gültigen Identifikationsnummern serialisiert.

R-Cycle im Lebenszyklus einer Verpackung

R-Cycle im Lebenszyklus einer Verpackung

R-Cycle ermöglicht die Speicherung von recyclingrelevanten Verpackungsdaten und stellt diese zum Zweck Recyclings zur Verfügung. Alle recyclingrelevanten Daten werden während der Herstellung (1), Weiterverarbeitung (2) und Befüllung (3) abgespeichert und mittels einer Markierung der Verpackung mit selbiger verlinkt. Nach der Benutzung der Verpackung durch den Endverbraucher (4) wird die Verpackung im Recyclingprozess erkannt (5). Der Abruf der zuvor abgespeicherten recyclingrelevanten Daten ermöglicht daraufhin eine sortenreine Sortierung (6) und somit eine Wiederverwendung des Kunststoffs in hochwertigen Applikationen.

Status quo: Weit fortgeschrittene Pilotprojekte

Zahlreiche Pilotprojekte mit Partnerunternehmen, darunter weltweite Rohstofflieferanten, große Handelsunternehmen, globale Marken und unabhängige Institutionen, laufen bereits. Die Themenschwerpunkte der Projekte drehen sich um die Entwicklung recyclingfähiger und rezyklatenthaltender Rezepturen, Markierungstechnologien und den Aufbau der einheitlichen Datenwelt.

Die Projekte zeigen: R-Cycle ist schon heute als praktikable Lösung für das Recycling von Kunststoffverpackungen einsetzbar.

EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft

Anfang 2020 hat die Europäische Union ihren Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft veröffentlicht, um Wirtschaft und Industrie in eine kreislauforientierte, nachhaltige Zukunft zu führen. Der neue Plan soll insbesondere sicherstellen, dass Kunststoffverpackungen künftig rückverfolgbar und somit besser recyclingfähig sind. Der Aktionsplan sieht mehr als 50 Maßnahmen vor – angefangen bei der Digitalisierung von Produktinformationen bis zur schrittweisen Entwicklung vereinheitlichter Systeme –, um Informationen über Ressourcen nachzuverfolgen und verwalten zu können.

Derzeit wird dem Aktionsplan der EU noch keine Lösung auf dem Markt vollständig gerecht. Die Branche ist also mehr denn je gefordert, Ideen zu entwickeln, um langfristig eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu etablieren. Seit 2018 wird bereits mit R-Cycle an einer funktionierenden Lösung gearbeitet, mit der die Rückverfolgbarkeit von Einwegkunststoffen sichergestellt ist und somit hochwertiges Recycling möglich wird.

Kreislaufwirtschaft in der Praxis

R-Cycle liefert die Lösung

Mehr erfahren

Übergreifende Kooperationen

Die Branche zusammenführen

Mehr erfahren