03.07.2020

Kick-off für R-Cycle

Kunststoffe nachverfolgen und recyceln

Das unternehmensübergreifende Verbundprojekt R-Cycle wurde offiziell gestartet. Ziel ist, die Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen durch eine lückenlose Dokumentation aller recyclingrelevanten Verpackungseigenschaften zu gewährleisten. Nur so können Wertstoffe im Recyclingprozess genau identifiziert und zur Wiederverarbeitung in vielfältigen und hochwertigen Kunststoffprodukten genutzt werden.

An R-Cycle sind aktuell die Kunststoffmaschinenbauunternehmen Arburg, Brückner Maschinenbau, Kautex Maschinenbau und Reifenhäuser sowie das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen beteiligt. Dabei werden sie von GS1 Germany unterstützt, einem neutralen Kompetenz- und Dienstleistungszentrum zur Optimierung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse entlang der Value Chain. Der offizielle Kick-off erfolgte im Juni am Stammsitz der in Troisdorf ansässigen Reifenhäuser Gruppe.

R-Cycle wird zu einem branchenübergreifenden und global einsetzbaren Standard geformt und anschließend für alle Unternehmen und Industrien entlang des Lebenszyklus von Kunststoffverpackungen offen verfügbar sein. Somit trägt R-Cycle dazu bei, die Ziele des Circular Economy Actions Plans der EU zu erfüllen.

R-Cycle setzt dabei auf praxiserprobte Markierungs- und Tracing-Technologien, wie sie zum Beispiel bereits bei Frischeprodukten in der Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz kommen, um physische Produkte entlang der Lieferkette mit digitalen Informationen anzureichern. Zahlreiche Pilotprojekte mit Partnerunternehmen – darunter weltweite Rohstofflieferanten, Handelsunternehmen, globale Marken und unabhängige Institutionen – laufen bereits.