05.10.2020

Stretchfolie

POLIFILM EXTRUSION startet Pilotprojekt für den Großhandel

POLIFILM EXTRUSION startet in ein R-Cycle Pilotprojekt im Großhandel. Ziel ist, die Funktionsweise von R Cycle am Beispiel von Stretchfolie im realen Anwendungsbetrieb zu demonstrieren und so das Recyceln und Wiederverwenden der Folienabfälle sicherzustellen. Partner des Tests ist der auf Gastronomiekunden spezialisierte Großmarkt METRO GASTRO Düren.

Der METRO GASTRO Markt liefert an seine Kunden auf Bestellung individuell bestückte Paletten mit verschiedensten Gastronomieprodukten, die in Form und Gewicht stark variieren. Damit das Packgut sicher zum Kunden transportiert werden kann, muss die gesamte Palette zuvor im Warenausgang mit Stretchfolie umwickelt werden. Hierbei können bis zu 150 Meter Folie pro Palette anfallen. Entsprechend hoch ist das Recyclingpotenzial, da Stretchfolie im Logistikbereich in großen Mengen benötigt wird.

Im Rahmen des jetzt gestarteten Pilotprojekts liefert Deutschlands führender Stretchfolienproduzent POLIFILM zirka 130 Kilometer der PFE Power Maschinenstretchfolie an den METRO GASTRO Markt in Düren. Die Stretchfolien werden nach der Verwendung separat gesammelt, um aus den sortenreinen Folienabfällen wieder neue Stretchfolien herzustellen. So wird ein wirklicher Kreislauf für diese Kunststoffe aufgebaut. „Für uns als POLIFILM ist dies ein wichtiger Schritt, der unsere Aktivtäten rund um den Einsatz von Rezyklaten, wie beispielsweise in unserer PCR-Stretchfolie, abrundet“, sagt Hikmet Kalkan, Geschäftsbereichsleiter Industrial & Agricultural Films POLIFILM.

Vor der Folienproduktion wurde die Castfolien-Anlage bei POLIFILM mit der R-Cycle Datenplattform vernetzt. Während der Produktion der Folienrollen werden alle recyclingrelevanten Daten in Echtzeit abgespeichert. Zur unternehmensübergreifenden Übermittlung dieser Daten werden Standards von GS1 Germany – bekannt durch Standards und Lösungen rund um den Barcode – verwendet. Die Daten können über eine Markierung der Folie im Sortier- und Recyclingprozess abgerufen werden, um die sortenreine Trennung der Folienabfälle vorzunehmen. Nur so kann aus der verbrauchten Folie ein reines Rezyklat gewonnen werden, um wiederum neue Stretchfolien nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip zu produzieren.

Frank Groth, Head of Category Management Food bei METRO Deutschland, erklärt: „Wir legen großen Wert darauf, unsere Prozesse so nachhaltig wie möglich zu gestalten und insbesondere Kunststoffabfälle auf ein Minimum zu reduzieren. R-Cycle ermöglicht es uns, selbst Verantwortung zu übernehmen und im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft Abfälle als Wertstoff zurückzuführen.“